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Santa Maria di Castello (12. Jhdt. mit gotischen Zubauten) mit nebenan liegender Torre degli Embriaci. Sehr schön sind die Kreuzgänge mit dem Verkündigungsfresko von Justus von Ravensburg und verschiedene Reliquien.
Santo Stefano, im Laufe der Zeit hat die Kirche viele Verstümmelungen erlitten, dominiert aber die Hauptstraße der Stadt und wird gerne für Hochzeiten gewählt.
Sant'Agostino (13. Jhdt.), heute Bildhauer-Museum.
Palazzo Spinola in der Piazza Fontane Marose (15. Jhdt.), ein zweifärbiges Meisterwerk, welches den schönen irregulären und länglichen Platz dominiert, früher Schauplatz von Festen und Turnieren.
Während des 16. und 17. Jhdt. haben die Einwohner außer dem Bau der Kirchen Santa Maria in Carignano, Sant'Ambrogio und Santissima Annunziata (mit seinem klassischen Pronaos) der Konstruktion einer Vielfalt von Palazzi und Villen beigewohnt, die reich mit Gemälden und Skulpturen ausgestattet sind. Entlang der Prachtstraßen Via Garibaldi und Via Balbi findet man eine hohe Konzentration von Herrenhäusern, ein Spiel von Innenhöfen und Treppen, Nymphäen und Museen.
Palazzo Reale (früher Palazzo Durazzo), Palazzo Bianco, Palazzo Rosso, Palazzo Tursi, Palazzo Cambiaso, Palazzo Doria, Albergo dei Poveri...
Diese Gebäude, sehenswerte Zeitzeugen, versetzen uns in eine vergangene Epoche zurück, bringen uns die Geschichte der Stadt näher, und erlauben es uns, wie Fußtritte aus der Vergangenheit die Ereignisse, Siege und Niederlagen, die Finanzen und die berühmten Kapitäne Genuas kennenzulernen, die Stadt war eine Seefahrermacht, die den internationalen Handel in jener Zeit dominierte.
Es handelt sich um zweitausend Jahre Geschichte. 218 v. Chr. bekämpfte hier Publius Cornelius Scipio Africanus Hannibal, 205 v. Chr. wurde die Stadt wie schon erwähnt von den Karthagern zerstört. Dennoch wurde die Genua zu einer immer wichtigeren römischen Niederlassung im Kampf gegen die ligurischen Stämme, seine Wichtigkeit wurde durch den Bau der Straßen Via Postumia und Via Aemilia Scauri bestärkt. Es wurde sehr bald Bischofssitz, bestätigt durch die Anwesenheit von Bischof Diogenes am Konzil von Aquileia im Jahre 381. Nachdem Genua im 6. Jhdt. von Belisar erobert worden war, bleib es unter byzantinischer Herrschaft bis zum Eintreffen der Langobarden unter König Rothari im Jahr 641. Unter karolingischer Herrschaft wurde die Stadt zur Grafschaft erhoben, zu dieser Zeit kam es zu verschiedenen Überfällen durch die Sarazenen (in den Jahren 931, 934, 945…), anschließend wurde sie zur „ Marca Obertenga“, zur Markgrafschaft der Grafen Obertenghi. Diese Tatsache ermöglichte den Genuesern ab 958 relative Freiheiten, gegen die Übergriffe der Araber wurden die verschiedenen Stadtmauern errichtet. 1056 kam es zu einem Übereinkommen zwischen dem Bistum und den Markgrafen Obertenghi über die Autonomie der Stadt. Genua stieg zur freien Stadt auf, die in sich die antiken Handelspartner der Zone einschloss; diese Unabhängigkeit gemeinsam mit dem strategischen Wert seiner Küsten und seine Täler im Landesinneren erlaubte eine erste bedeutende Ausdehnung Richtung Westen, und einige Handelspartner stellten sich an die Seite Pisas, was die Schifffahrt im zentralen Mittelmeer betrifft. Das war der Auftakt zu den Kreuzzügen des 11. Jhdt., die zu neuen Handelsverbindungen und vielen Kolonien führten, über die man später nachlesen kann (im Zusammenhang mit dem Untergang der Macht Genuas).
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Die sizilianische Verwaltung machte Genua zum Handelsknotenpunkt im Mittelmeer, während die sogenannte” Maona” auf Hochtouren lief , private Vereinigungen von finanzkräftigen Genuesern, mit deren Unterstützung die Einnahme der Stadt Ceuta, einer spanischen Enklave im Norden Marokkos, 1235 und der griechischen Inseln Chios 1347und Zypern 1373 und 1402 unmöglich gewesen wären.
Pisa war besorgt vom Aufstieg Genuas und nahm Sardinien und Korsika ein, während Venedig seine Ausdehnungspolitik Richtung Osten weiterführte. Einige unvermeidbare innere Streitigkeiten machten es notwendig, eine autoritäre Figur zu schaffen, den sogenannten Podestat (1191), die anschließenden Streitigkeiten zwischen Gemeinde und Feudalherren führte zur Entstehung von kontrastierenden Gruppen unter dem Einfluss der Guelfen und Ghibellinen. Die Guelfen – wie schon im Rahmen der Familie Fieschi beschrieben wurde- nahmen unter König Friedrich II die Vormachtstellung ein, sie alliierten sich mit Venedig und mit Papst Innozenz IV Fieschi (1245). Das Bürgertum nahm hingegen 1257 unter Guglielmo Boccanegra, Gegner der Fieschi, der Grimaldi, der Doria und der Spinola, seinen Aufschwung. Es handelte sich dabei jedoch nur um eine kurze Episode, die 1262 beendet wurde. |
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